KI-Vorträge
Mittwoch, 11.11.202608:45–14:15 UhrViktoriasaal
Was KI in der Windbranche heute schon kann — und was nicht.
Sieben Beiträge aus Praxis, Recht und Transformation. Kompakt, konkret und mit Zeit für Ihre Fragen.
Warum die EE-Branche ihre eigene KI braucht.
Michael Darnieder · TEDEXA
ChatGPT kennt die ganze Welt. Aber versteht es auch einen Windpark?
Abstract lesen
Künstliche Intelligenz kann programmieren, analysieren und komplexe Probleme lösen. Doch wenn es um Genehmigungsverfahren, Anlagenverfügbarkeit oder die Wirtschaftlichkeit von Windparks geht, stößt allgemeine KI schnell an ihre Grenzen.
Unsere Branche hat eigene Regeln, komplexe Zusammenhänge und enormes Fachwissen – häufig verteilt über unzählige Systeme, Dokumente und Köpfe.
Wir brauchen deshalb nicht einfach mehr KI. Wir brauchen eine KI, die unsere Branche versteht. Die Daten, Wissen und Prozesse miteinander verbindet, Zusammenhänge erkennt und fundierte Entscheidungen ermöglicht.
KI zwischen Freiheit und Regulierung.
Andreas Mertens · avameo
Die Windbranche hat nicht zu viele Regeln – sondern vier Unsicherheiten.
Abstract lesen
Ohne Regeln geht es nicht: BImSchG, EEG, Netzanschlussregeln und Artenschutz definieren den Markt, in dem Windprojekte überhaupt gebaut und finanziert werden können.
Das Problem beginnt bei der Anwendung – und dort hat die Windbranche nicht zu viele Regeln, sondern vier Unsicherheiten: Was heißt „angemessen“ hier eigentlich? Wo stehen wir gerade – und woher wissen wir das? Meinen Genehmigungsbescheid, Norm und Netzanschlussvertrag an dieser Stelle dasselbe? Und was passiert, wenn wir falsch liegen?
Der Vortrag zeigt, dass KI genau dort helfen kann: nicht als Instanz, die Regeln auslegt, sondern als Werkzeug für Juristen, Projektierer und Betreiber.
Bessere Entscheidungen. Mit KI.
Michael Darnieder · TEDEXA
Wir haben mehr Daten als je zuvor. Aber treffen wir deshalb auch bessere Entscheidungen?
Abstract lesen
Ob bei der Planung eines Windparks, der Bewertung von Projektrisiken oder der Optimierung des Anlagenbetriebs: Entscheidungen müssen täglich getroffen werden – häufig unter Unsicherheit, Zeitdruck und auf Basis unvollständiger Informationen.
Künstliche Intelligenz verspricht, Zusammenhänge zu erkennen, Entwicklungen vorherzusagen und Handlungsalternativen aufzuzeigen. Doch macht uns KI automatisch zu besseren Entscheidern?
Die entscheidende Frage ist nicht, was KI für uns entscheiden kann, sondern wie wir mit KI bessere Entscheidungen treffen.
Vom Workflow zum KI-Agenten. Automatisierung in der Betriebsführung.
Benjamin Kutter · kutter.digital
Wo anfangen? Fester Workflow oder KI-Agent? Und wie bleibt der Mensch in der Verantwortung?
Abstract lesen
In der Betriebsführung von Windparks binden wiederkehrende Routineaufgaben viel Zeit – obwohl die nötigen Daten oft längst in vorhandenen Systemen liegen. Automatisierung und KI versprechen Entlastung, doch der Einstieg wirft Fragen auf: Wo anfangen? Welche Aufgaben eignen sich für einen festen Workflow, welche für einen KI-Agenten? Und wie bleibt der Mensch dabei in der Verantwortung?
Der Vortrag zeigt einen pragmatischen, schrittweisen Weg vom manuellen Prozess bis zum KI-Agenten. Er macht deutlich, wo die Stärken klassischer Automatisierung liegen und wo KI echten Mehrwert bringt – und warum dafür keine neue Software nötig ist, sondern die intelligente Verbindung bestehender Systeme.
Anhand von Beispielen aus der Praxis und bewährten Grundregeln erhalten die Teilnehmenden einen realistischen Eindruck davon, was heute bereits möglich ist, und konkrete Impulse für den Einstieg im eigenen Unternehmen.
11:00–12:00 Uhr · Live-Demos
6 KI-Anwendungsfälle in 60 Minuten.
Michael Darnieder · TEDEXA | Andreas Mertens · avameo | Benjamin Kutter · kutter.digital
Alle reden über KI. Aber was kann ich damit eigentlich konkret anfangen?
Zwischen beeindruckenden KI-Demos und echtem Nutzen im Alltag liegt oft eine große Lücke. Dabei kann künstliche Intelligenz schon heute weit mehr, als Texte schreiben, Bilder erzeugen oder Fragen beantworten.
In 60 Minuten zeigen wir sechs praxisnahe Anwendungsfälle, die demonstrieren, wie KI unseren Arbeitsalltag erleichtern, Prozesse beschleunigen und neue Möglichkeiten eröffnen kann – sowohl für Unternehmen als auch für jeden Einzelnen.
Aktenberge weg, Datenchaos bleibt? Wie KI Ordnung in die kaufmännische Betriebsführung bringt.
Lars Rinn · node.energy
Die Papierakten sind digitalisiert – doch die Daten liegen verstreut in Systemen, Tabellen und Postfächern.
Abstract lesen
Vor einigen Jahren ist node.energy mit einem klaren Ziel angetreten: Die kaufmännische Betriebsführung von Wind- und PV-Parks soll digital werden. Aktenberge sollen der Vergangenheit angehören, alle Prozesse in einer zentralen Software laufen. An diesem Ziel hat sich nichts geändert.
Auf dem Weg dorthin zeigte sich jedoch eine Hürde, die in der Branche oft unterschätzt wird: Die benötigten Daten stammen aus vielen Quellen und liegen meist unstrukturiert vor, etwa als PDF, Scan oder E-Mail. Ihre manuelle Übertragung kostet Zeit und ist fehleranfällig.
Lars Rinn zeigt, wie KI-gestützte Prozesse diese Daten automatisch aufbereiten und so die Digitalisierung der Betriebsführung effizient machen.
Die Robo-Gans fliegt mit. Wildgänse, KI und die Zukunft der Transformation.
Manja Kaubisch · Klartext Consulting
Wie fliegen Menschen und Maschinen zusammen? Und wer entscheidet, wie diese neue Formation funktioniert?
Abstract lesen
Transformation ist heute die neue Normalität. Künstliche Intelligenz ist nicht mehr Zukunft, sondern Gegenwart. Sie sitzt in unseren Teams, fliegt in unserer Formation mit und stellt alles in Frage, was wir über Führung, Zusammenarbeit und Veränderung zu wissen glaubten.
Letztes Jahr habe ich euch gezeigt, was Wildgänse über Transformation lehren: gemeinsame Richtung, wechselnde Führung, gegenseitige Unterstützung. Aber seitdem ist etwas passiert.
Eine neue Gans ist in den Schwarm gekommen. Eine, die nicht müde wird. Eine, die keine Motivation braucht. Eine, die aus Silizium und Algorithmen besteht.
In diesem Vortrag stellen wir die unbequeme Frage: Wie fliegen Menschen und Maschinen zusammen? Und noch wichtiger: Wer entscheidet, wie diese neue Formation funktioniert?